Die große Zählung der Gartenschmetterlinge

Juli 2022

Die Ergebnisse der Kampagne

Ergebnisse der Aktion 2021

Teilnehmer

13901

Teilnehmer

Erfasste Gärten

3450

Erfasste Gärten

Beobachtete Schmetterlinge

77074

Beobachtete Schmetterlinge

Durchschnittliche Beobachtungen pro Garten

22.3

Durchschnittliche Beobachtungen pro Garten

Die 10 am häufigsten beobachteten Arten

Weißlinge

Weißlinge

Häufigkeit der Beobachtung : 79.3 %
Gesamtzahl : 22 844
Admiral

Admiral

Häufigkeit der Beobachtung : 67.9 %
Gesamtzahl : 14 277
Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Häufigkeit der Beobachtung : 61.7 %
Gesamtzahl : 11 579
Großes Ochsenauge

Großes Ochsenauge

Häufigkeit der Beobachtung : 333 %
Gesamtzahl : 5 533
C-Falter

C-Falter

Häufigkeit der Beobachtung : 31.5 %
Gesamtzahl : 2 494
Kleiner Fuchs

Kleiner Fuchs

Häufigkeit der Beobachtung : 27.5 %
Gesamtzahl : 2 834
Zitronenfalter

Zitronenfalter

Häufigkeit der Beobachtung : 27.9 %
Gesamtzahl : 2 039
Rotbraunes Ochsenauge

Rotbraunes Ochsenauge

Häufigkeit der Beobachtung : 19 %
Gesamtzahl : 3 582
Distelfalter

Distelfalter

Häufigkeit der Beobachtung : 18 %
Gesamtzahl : 1 419
Brauner Waldvogel

Brauner Waldvogel

Häufigkeit der Beobachtung : 13.7 %
Gesamtzahl : 1 621

Wichtige Fakten

 

  • Trotz sintflutartiger Regenfälle und verheerender Überschwemmungen blieb die Teilnahme an der Zählung mit 2772 erfassten Gärten sehr gut. Zum Vergleich,2020 waren es 3300 Gärten, womit wir seit Beginn der Aktion die zweitbeste Teilnahme erreicht haben.
  • Wie jedes Jahr kommen die Weißlinge (Kleiner Kohlweißling, Großer Kohlweißling und Rapsweißling) an erster Stelle, in etwa 80 % gegen vorher 77% der Gärten vor.
  • Einige Arten wie das Waldbrettspiel, das Landkärtchen, der Faulbaum-Bläuling und Rotbraunes Ochsenauge sind diesmal sehr rückläufig und befinden sich fast auf ihrem historischen Tiefpunkt. Wie bereits 2020 belegen Admiral und Tagpfauenauge die Plätze zwei und drei der meist beobachteten Gartenschmetterlinge und haben sogar ihren Rekord verbessert.
  • Zusammen mit dem C-Falter sind es übrigens die drei einzigen gewöhnlichen Schmetterlinge, deren Vorkommen in den Gärten im Laufe der letzten vier Jahre zugenommen hat. Bemerkenswert ist, dass, an die Brennnessel gebundene Arten wie Landkärtchen, Admiral und Tagpfauenauge so verschiedene Tendenzen aufweisen.
  • Die kleinen Unterschiede in ihrer Ökologie erlauben bisher keine schlüssige Erklärung dafür. Aus den ersten Zählungsergebnissen geht weiterhin hervor, dass einige Schmetterlingsarten, trotz leicht geringeren Aufkommens, im Lauf der letzten vier Jahre ziemlich stabil blieben. Dies gilt für das Große Ochsenauge, den Zitronenfalter und den Kleinen Fuchs.
  • Die eigentliche Überraschung dieser Zählungsausgabe ist das Schachbrett, ein ausgesprochener Wiesenschmetterling. Seltener und eher südlicher Herkunft erreichte er mit 2,8% der Gärten dieses Jahr seinen bisherigen Höhepunkt. Allgemein kann man sagen, dass die Beobachtungen der Gartenschmetterlinge seit 2018 doch sehr veränderlich ausfallen, was möglicherweise weitreichende Veränderungen veranschaulicht. Wie bei den übrigen Insekten neigen auch die Schmetterlinge allgemein zu Abnahme, wobei es scheint, dass zu den bekannten Ursachen wie Insektenvertilgungsmittel, Zerstörung und Zerstückelung der Lebensräume, Verstädterung und intensive Landwirtschaft noch die Klimaänderung hinzu kommt.
  • Daher ist es wichtig, die Entwicklung dieser gut erkennbaren Leitarten Jahr für Jahr zu verfolgen. Auf dieser Webseite findet Ihr eine Bestimmungstabelle  und zahlreiche Ratschläge zur Naturnahen Gartengestaltung im Sinne der Artenvielfalt.

 

 

Ergebnisse der Aktion 2020

Anzahl erfasster Gärten : 3344
Anzahl beobachteter Schmetterlinge : 74367
Durchschnittliche Anzahl Falter pro Garten : 22,2
  • Ein Teilnehmerrekord: Im Juli haben insgesamt 8984 Personen teilgenommen und ihre Beobachtungen in mehr als 3.300 Gärten in Wallonien (einschließlich Ostbelgien und Brüssel) gezählt und eingegeben. Durchschnittlich konnte jeder Beobachter etwa 20 Schmetterlinge beobachten.
  • Die Weißlinge lagen weiterhin auf Platz 1.
  • Dank der günstigen Witterung (Wechsel zwischen Sonne und Regen), von den Dürren der beiden letzen Jahre weit entfernt, liegen Admiral und Tagpfauenauge weit über ihrem Durchschnittsvorkommen für diese Periode. Diese Beobachtung zeigt, wie wichtig es ist, für diese Arten ein Qualitativ wertvolles Habitat zu erhalten, damit sie sich nach einem Engpass wieder erholen können.
  • Der Faulbaum-Bläuling  und der Hauhechelbläuling, schöne kleine Schmetterlinge mit Blautönen, wurden durchschnittlich in 21 bzw. 25% der Gärten beobachtet (gegenüber 18% in den Vorjahren).
  • Das Taubenschwänzchen, ein Kolibri-artiger Zugschmetterling, ist dieses Mal auch gut vertreten. Jahr für Jahr erweitert er sein Verbreitungsgebiet nordwärts und überrascht immer wieder durch seine kleine Gestalt und seinen typischen Rüttelflug.
  • Andere normalerweise verbreitete Arten, die an die Brennnessel als Wirtspflanze gebunden sind, setzten ihren Rückgang fort und bestätigen damit die Beobachtungen der Vorjahre. Betroffen sind der Kleine Fuchs, der Distelfalter und das Landkärtchen.
  • In unseren stark besiedelten Gegenden sind die Gärten großartige Rückzugsgebiete, wenn man Raum für Biodiversität lässt. Für viele Teilnehmer ist das eine Selbstverständlichkeit. Zwei Drittel unter ihnen unterhalten übrigens Refugien wie Efeu, Totholz, altes Gemäuer, Blätter-und Reisighaufen oder einheimische Blütenpflanzen. Mehr als die Hälfte unter ihnen besitzt einen Komposthaufen oder eine Brachfläche, Obstbäume oder ein Gemüsebeet Womöglich überzeugen ihre schönen Beobachtungen in diesen Rückzugsgebieten auch noch andere davon, der Wildnis im Garten einen gebührenden Platz einzuräumen.