Rate mal, was im Garten flattert

Juli 2019

Die Ergebnisse der Kampagne

Ergebnisse der Aktion 2019

Teilnehmer

6704

Teilnehmer

Erfasste Gärten

2479

Erfasste Gärten

Beobachtete Schmetterlinge

47481

Beobachtete Schmetterlinge

Durchschnittliche Beobachtungen pro Garten

19.2

Durchschnittliche Beobachtungen pro Garten

Die 10 am häufigsten beobachteten Arten

Weißlinge

Weißlinge

Häufigkeit der Beobachtung : 78,3 %
Gesamtzahl : 14357
Admiral

Admiral

Häufigkeit der Beobachtung : 43,3 %
Gesamtzahl : 3261
Rotbraunes Ochsenauge

Rotbraunes Ochsenauge

Häufigkeit der Beobachtung : 33,9 %
Gesamtzahl : 6488
Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Häufigkeit der Beobachtung : 33 %
Gesamtzahl : 2120
Hauhechel-Bläuling

Hauhechel-Bläuling

Häufigkeit der Beobachtung : 23,1 %
Gesamtzahl : 4191
Zitronenfalter

Zitronenfalter

Häufigkeit der Beobachtung : 29,5 %
Gesamtzahl : 1823
C-Falter

C-Falter

Häufigkeit der Beobachtung : 24,9 %
Gesamtzahl : 1396
Faulbaum-Bläuling

Distelfalter

Häufigkeit der Beobachtung : 23,6 %
Gesamtzahl : 1504
Kleiner Fuchs

Kleiner Fuchs

Häufigkeit der Beobachtung : 24 %
Gesamtzahl : 1375
Brauner Waldvogel

Schwalbenschwanz

Häufigkeit der Beobachtung : 18,7 %
Gesamtzahl : 1792

Wichtige Fakten

  • Die Zählung wurde zum ersten Mal während eines Monats und nicht über ein Wochenende durchgeführt, um eine bessere Anpassung an oft unvorhersehbare Wetterbedingungen zu ermöglichen. Somit konnten mehr Beobachter teilnehmen.
  • Die Anzahl der verschiedenen Arten, die im Durchschnitt pro Garten vorkommen, ist recht begrenzt (10 verschiedene Arten).
  • Weißlinge, Admirale und Ochsenaugen sind die am häufigsten vorkommenden Arten.
  • Zwei weitere Arten, die sonst häufig beobachtet wurden, sind viel seltener geworden und wurden während der 13 Auflagen noch nie so selten aufgelistet: der kleine Fuchs und das Landkärtchen.
  • Von den 20 am häufigsten erfassten Arten im Jahr 2019, haben 12 eine geringere Präsenz in den Gärten als der Durchschnitt der letzten 12 Jahre.
  • Die Dürre von 2018 beeinflusst immer noch die heutige Schmetterlingspopulation, insbesondere diejenigen, deren Raupen sich von Pflanzen ernähren, die aufgrund von Wassermangel stark zurückgegangen sind. Das macht sich bei Faltern, die sich von Brennnesseln ernähren sehr deutlich bemerkbar! Der kleine Fuchs, das Landkärtchen und in   geringerem Maße das Tagpfauenauge sind betroffen.
  • Der Sommerbeginn, der von zwei Hitzewellen geprägt war, hat auch die Anwesenheit von Arten beeinträchtigt, die ein wenig Frische und Schatten schätzen, die nicht immer leicht im Garten zu finden sind. Das Waldbrettspiel und der Faubaum-Bläuling sind zwei markante Beispiele.
  • Andere südlichere Arten wie der schöne Schwalbenschwanz haben diese warmen Bedingungen genutzt.
  • Infolge der Änderung des Zählungszeitraumes und der Dauer, wurden schließlich auch Arten häufiger beobachtet. Dies betrifft insbesondere das Schachbrett, dessen Hauptflugzeit Ende Juli endet.

Ergebnisse der Aktion 2018

Anzahl erfasster Gärten : 1670
Anzahl beobachteter Schmetterlinge : 23252
Durchschnittliche Anzahl Falter pro Garten : 12
  • Kurz zusammengefasst Die Beteiligung bei der 12. Auflage des Zählungswochenendes war gut, doch es gab nur wenige Schmetterlinge. Durchschnittlich wurden 12 Tagfalter pro Garten beobachtet, also viel weniger als in den anderen Jahren.
  • Die an dem Wochenende erfasste Artenvielfalt lag knapp unter dem Mittelwert von 59 verschiedenen Arten, die auf der Website unserer Organisation angegeben wurden, verglichen mit dem Durchschnitt von 62 Arten.
  • Allgemein waren die meist verbreiteten Arten dieses Jahr diskreter. Die weniger verbreiteten Arten hingegen haben alle Rekorde gebrochen. Der Schwalbenschwanz war doppelt so häufig wie im letzten Jahrzehnt. Dem Kaisermantel und dem Hauhechel-Bläuling schienen die hohen Temperaturen zugute zu kommen. Der Russische Bär, ein auch tagsüber aktiver Nachtfalter, wurde in vielen Gärten beobachtet.
  • Das günstige Frühlingswetter hat dazu geführt, dass die Sommerschmetterlinge zwei bis drei Wochen früher als üblich ausflogen. Dies erklärt wohl, warum wenige Falter in den Gärten waren.
  • Wegen der Trockenheit sind die meisgten Blüten bereits verwelkt, und die Brennnesseln, eine Wirtspflanze für viele Schmetterlinge, sind vertrocknet. Die von einem krautigen Lebensraum abhängigen Arten haben unter den Auswirkungen gelitten. Sie zogen sich in den Waldsaum oder gar auf Waldwege zurück, also Biotope, die auf Privatgrundstücken kaum vorkommen.
  • Natagora erinnert daran, dass es wichtig ist, der Natur im Garten Raum zu bieten. Durch eine kleine naturbelassene Fläche auf dem Grundstück können Privatleute in ihrem Einflussbereich zur Stärkung der Biodiversität beitragen. Durch diese bescheidene Maßnahme steigen die Chancen, bei der nächsten Zählung mehr verschiedene Arten beobachten zu können.

Ergebnisse der Aktion 2017

Anzahl erfasster Gärten : 850
Anzahl beobachteter Schmetterlinge : 12600
Durchschnittliche Anzahl Falter pro Garten : 15.2
  • Kurz zusammengefasst  Am 11. Zählungswochenende gab es nur wenige Schmetterlinge.
  • Trotz des günstigen Wetters war die Teilnahme gering.
  • Im Durchschnitt haben die Teilnehmer 15 Schmetterlinge pro Garten erfasst, also weniger als in den anderen Jahren.
  • Die an diesem Wochenende erfasste Artenvielfalt war deutlich geringer als der Durchschnitt: 46 verschiedene Arten wurden auf der Website unserer Organisation angegeben, verglichen mit dem Mittelwert von 62, also fast ein Drittel weniger.
  • Die schönsten und größten unserer Tagfalter sind an die Brennnessel gebunden; diese sollte man also im Garten fördern. Mehrere Artren waren dieses Jahr weniger häufig, insbesondere das Landkärtchen und der Distelfalter.
  • Die meist verbreiteten Bläulingsarten hingegen - der Faulbaum-Bläuling und der Hauhechel-Bläuling - wurden deutlich öfter beobachtet als in den Vorjahren, ebenso wie der Zitronenfalter.
  • Die Vielfalt war deutlich geringer, wahrscheinlich wegen des Wetters im vergangenen Jahr. Der äußerst regenreiche Sommer 2016 hat sich negativ auf die meisten Arten ausgewirkt, die sich nicht fortpflanzen konnten. Trotz des schönen Frühjahrs waren die Sommerarten also nicht zu sehen, obwohl einige von ihnen dennoch zurecht gekommen sind.

Ergebnisse der Aktion 2016

Anzahl erfasster Gärten : 1140
Anzahl beobachteter Schmetterlinge : 19602
Durchschnittliche Anzahl Falter pro Garten : 17.2
  • Kurz zusammengefasst    Die 10. Ausgabe der Aktion "Rate mal, was im Garten flattert" fand unter strahlendem Sonnenschein statt.  Es war wieder ein gutes Jahr mit durchschnittlich 17 Faltern pro Garten.
  • Das Wetter war günstig für das Ausfliegen der Schmetterlinge (sonniger Juli ohne schwere aufeinander folgende Gewitter), ganz im Gegensatz zum regenreichen Frühjahr.
  • Die Arten, deren adulter Zyklus sich vom Frühling bis zum Herbst erstreckt, wie die Weißlinge, konnten im Juli dank einer Dynamik der schnellen Wiederherstellung der Populationen endlich ihre Verluste des Frühjahrs wieder ausgleichen; sie waren also gut vertreten.
  • Die Sommerarten (Brauner Waldvogel, Großes Ochsenauge, Rotbraunes Ochsenauge) kamen sehr reichlich vor.
  • Der im Juni beobachtete Zustrom von Wanderarten, darunter insbesondere der Distelfalter und der Admiral, hat sich auf die Ergebnisse der Zählung ausgewirkt. Der Admiral hat alle Rekorde seit dem Beginn der Zählungen gebrochen, denn er wurde in fast 70% der Gärten beobachtet.
  • Die an die Brennnessel gebundenen Arten kamen weiterhin häufig vor. Neben dem Admiral und dem Distelfalter  gehörten Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und C-Falter zu den Top 10 der am häufigsten erfassten Arten. Es ist äußerst wichtig, eine kleine Ecke des Gartens naturnah zu belassen!

Ergebnisse der Aktion 2015

Anzahl erfasster Gärten : 1807
Anzahl beobachteter Schmetterlinge : 39356
Durchschnittliche Anzahl Falter pro Garten : 18,4
  • Kurz zusammengefasst  Die mittlere Anzahl Schmetterlinge pro Garten war eher hoch.

  • Mit durchschnittlich mehr als 18 Einzelexemplaren war es ein gutes Jahr. Der Admiral, der Zitronenfalter, der C-Falter, das Taubenschwänzchen, der Hauhechel-Bläuling und der Kleine Sonnenröschen-Bläuling haben den Häufigkeitsrekord seit dem Beginn der Zählungen 2007 gebrochen.

  • Die Wanderarten waren stark vertreten. Admiral, Distelfalter und Taubenschwänzchen sind drei Arten, die nicht das gesamte Jahr bei uns verbringen, sondern jedes Jahr in unterschiedlicher Zahl aus dem Süden zu uns kommen. Der Postillon und die Gammaeule, die ebenfalls aus dem Süden kommen, waren hingegen kaum vertreten.

  • Einen Rückgang erfuhr auch der Schwalbenschwanz, der nur noch in 6 % der Gärten vorkam und sich weiter im Niedergang befand. 2010 Fand man ihn in 18 % der Gärten! Der Russische Bär, ein Nachtfalter, hat seinen Tiefststand seit 2007 erreicht.